"Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast" ist ein Zitat, welches in kaum einem Artikel oder Buch über Statistik fehlt und – obwohl die Quelle umstritten ist - meistens Winston Churchill zugesprochen wird. Die nachfolgenden Zahlen im Artikel sollten ebenfalls mit dieser implizierten Skepsis betrachtet werden, wenn auch sie durchaus Anhaltspunkte liefern.

Eine neue Studie besagt, dass die deutschen Spieler von kostenpflichtigen Online-Games bis zum Ende des Jahres 2011 rund 475 Millionen Euro für ihr Spielvergnügen investiert haben. Der überwiegende Teil der rund 11,6 Millionen Spieler in Deutschland setze allerdings auf kostenlose zumeist browserbasierte Online-Games.

Diese Zahlen liefert u.a. das niederländische Marktforschungsunternehmen Newzoo BVim Rahmen seines „MMO Games Market Report 2011“. Dabei wurden angeblich in mehreren europäischen Ländern etwa 10.000 repräsentativ ausgewählte Personen ab einem Alter von zehn Jahren befragt. Das Ergebnis: Rund 11,6 Mio. Deutsche spielten im Internet Browser-Games oder „Massively Multiplayer Online-Games“ (MMOs), die auf entsprechender Client-Software basieren. Davon sollen 21 Prozent kostenpflichtige Spiele nutzen und dabei einmalige oder monatliche Gebühren entrichten. Neun Prozent würden zudem ausschließlich Abonnement-basierte Titel spielen.

Laut der Studie haben die deutschen Spieler bis Ende 2011 rund 475 Mio. Euro für ihr Hobby ausgegeben. Die restlichen 79 Prozent der befragten Online-Spieler setzen ausschließlich auf „Free-to-Play“-Varianten ohne Kosten. Den erhobenen Zahlen zufolge treffe dies also auf etwa 8,7 Mio. Spieler zu. Der Anteil der Spieler, die ausschließlich Browser-Games nutzen, wird mit 17 Prozent angegeben, während zehn Prozent nur Client-basierte Titel verwendeten. Der Großteil von 73 Prozent der Befragten soll hingegen beide Technologien nutzen.

Zu den weiteren Resultaten der Studie zählt, dass 58 Prozent der MMO-Spieler über 25 Jahre alt seien und es sich bei zwei Dritteln aller Nutzer um männliche Personen handele. Letztere würden mit 80 Prozent Anteil auch den Großteil der zahlenden Online-Spieler darstellen.

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